Filbling 1.306 m

Gegen Ende unseres einwöchigen Urlaubs besserte sich die Wetterlage. Für Samstag, den 29.7., wurde sogar Badewetter angesagt. Wir wollten endlich wieder eine Wanderung mit Baden verbinden. Der Filbling am Fuschlsee stand schon seit längerer Zeit auf unserer Wunschliste, daher wurde dieser kurzerhand ins Visier genommen. Sabine war vor über 3 Jahren schon einmal oben und wusste, dass es von der Fuschl-Seite her ziemlich steil bergauf ging. Der Berg wirkt recht unscheinbar und unspektakulär, aber er hat es in sich. Sabine fand einen Rundweg, der uns vom Gipfel mit einem eher sanfteren Abstieg wieder zum See zurückbrachte.

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Lieber vorher bis zum Gipfel schwitzen und danach beim Abstieg die Gelenke schonen, war die Devise.

Ausgangspunkt unserer Wanderung war ein Parkplatz in der Nähe des Red Bull Headquarters direkt an der Wolfgangsee-Bundesstraße, fast gegenüber vom Fuschlseebad.

Habe ich schon erwähnt, dass der Fuschlsee im Salzkammergut liegt? Wir waren also wieder in unserer Lieblingsgegend. Der malerische See liegt eingebettet zwischen Filbling, Schober und Ellmaustein, ist über 4 km lang und 800 m breit. Die ganze Gegend hier kann mit unberührter Natur und aussichtsreichen Gipfeln punkten, mal ganz zu schweigen vom Spass im Wasser.

Zunächst gingen wir ein Stückchen entlang der Wolfgangsee-Bundesstraße, wo zwischen einer Bushaltestelle und einer Tischlerei das erste Mal der Wanderweg Nr. 40/804 angeschrieben war. Dort bogen wir von der Straße ab, unmittelbar danach führte ein Weg im Wald mit einer ganz schönen Steigung gleich bergauf. Nur wenige Minuten später piepste schon unser GPS, genannt Gippy, und zeigte uns den ersten Geocache an. Wir hatten am Abend zuvor wieder mal einige Verstecke im Internet gefunden und auf das Gerät runtergeladen.  Bis zum Gipfel am Filbling waren 6 Verstecke zum Suchen gespeichert (wir haben übrigens alle gefunden).

Der steile Waldweg brachte Thomas, der wieder mal die Nase von einer Allergie völlig zu hatte, echt zum Schnaufen.  Sabine hatte ihm da absolut nichts Falsches versprochen. Es war wirklich steil, aber toll zu gehen. In diversen Foren hatten wir zuvor auch gelesen, dass es im Sommer anstrengend werden könnte. Manche marschieren da im Winter auch mit den Schneeschuhen rauf! (O-Ton einer Kollegin von Thomas, die aus der Gegend stammt: „Ich hasse diesen Berg, immer musste ich als Kind da rauf“). Aber der Waldweg und ein schöner Ausblick von einem Bankerl runter auf den Fuschlsee entschädigten uns für die Mühen beim Aufstieg. Bei der Suche nach den Cacheverstecken auf der Strecke gab es ja eh immer eine kleine Pause zum Luftholen.

Unser erstes Ziel war der Filblingsee auf 1.064 m. Diesen kleinen und romantischen See kann man normalerweise in 45-60 Minuten Wanderzeit erreichen.

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Bankerl und Tisch stehen für Wanderer bereit, es eignet sich dort sehr gut für eine kurze Pause, speziell wenn mal Kinder mit sind. In der Nähe des Sees trafen wir auf ein älteres Wandererpaar – und wie immer wurden wir in ein Tratscherl reingezogen. Sie erzählten uns, dass sie eigentlich in Salzburg wohnen, in St. Gilgen ein Sommerhaus besitzen und immer schon wanderten. Er war schon über 80 Jahre alt und marschierte auch da rauf. Respekt!

Nach einer Fotopause am Filblingsee nahmen wir die 2. Hälfte der Tour auf den Gipfel in Angriff. Ähnlich steil ging es weiter, dann aber nicht mehr über eine grob geschotterte Forststraße, sondern über Stock und Stein und viele Wurzeln. Teilweise waren auf dem Weg nach oben auch Bäume gefällt oder entwurzelt, so dass man manchmal einen Blick auf die Landschaft rundherum erhaschen konnte. Nach noch mehr Schnauferei gelangten wir schließlich auf den Bergkamm, auf dem man das letzte Stückchen bis zum Gipfelkreuz auf 1.306 m bei freier Sicht auf das ganze Panorama zurücklegt. Speziell die Aussicht auf den Fuschlsee runter war schon sehr beeindruckend.

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Tief unten lag er da, leuchtend blaugrün. Der Blick auf den Wolfgangsee ein Stückchen weiter hinten, die Aussicht auf den Schafberg – ein Wahnsinns-Ausblick. Der Aufstieg hat sich wirklich gelohnt. Die Höhendifferenz betrug 636 m – Ausgangspunkt bei Fuschl auf 670 m, Gipfelkreuz bei 1.306 m.

Beim Gipfelkreuz selber verzehrten wir unsere mitgebrachte Jause und waren mit der Kamera auf der Jagd  nach Schmetterlingen, die hier in Massen herumflogen.

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Die Fliegen hingegen waren nur lästig. Und so verließen wir bald den Gipfel und machten uns wieder auf den Weg nach unten – jetzt aber den Kammweg entlang. Die Streckte führte uns wieder größtenteils im Wald, aber immer am Bergrücken entlang, über tausende Wurzeln, die hier sicherlich unaufmerksame Wanderer zum Stolpern und Hinfallen bringen könnten. Gerade bei regnerischem Wetter sollte man hier schon extrem aufpassen. Dese Route wird auch gerne als Alternative nach oben genommen. Sie ist weniger steil, die Höhendifferenz geringer, dafür aber von der Wegstrecke her länger.

Fast schon unten – in der Nähe von Baderluck – fanden wir einen anderen Weg im Wald, der uns Richtung Schloss Fuschl führte. Dort gab es gleich in der Nähe eine Bushaltestelle. Wir überlegten kurz, ob wir die 4-5 km bis nach Fuschl gehen oder doch den Bus nehmen sollten. Nach kurzer Absprache entschieden wir uns für die letztere Variante, weil wir ja auch noch ein wenig Zeit im Seebad verbringen wollten. Also hingesetzt und auf den Bus gewartet, der dann doch mit einiger Verspätung kam – aber uns in wenigen Minuten fast bis zurück zum Auto brachte.

Dort besichtigen wir noch das Red Bull Headquarter mit seinen Gartenanlagen, Teichen und Brunnen.

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Da steckt jede Menge Geld drin, aber die haben es ja. Dann erst machten wir uns endlich auf den Weg ins Fuschlseebad. Das Wasser war dann seeeehr erfrischend! Erst gegen 19.00 Uhr packten wir unsere sieben Sachen wieder zusammen und fuqqren heim.

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Der Johannesweg – Etappe 3

Endlich mal eine Woche Urlaub! Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit. War uns aber ziemlich egal, wir wollten es dennoch wagen: die 3. Etappe des Johanneswegs im Mühlviertel! Startpunkt war Weitersfelden, als neues Ziel legten wir Unterweißenbach fest. Man könnte auf der 3. Etappe entweder die kürzere Version bis Kaltenberg nehmen, oder die längere bis Königswiesen. Wir entschlossen uns eben für die mittlere Strecke bis Unterweißenbach, mit einer Länge von rund 16 Kilometern.

Höhenprofil

Sollte es tatsächlich zu einem starken Regen kommen, könnten wir zudem jederzeit die Wanderung abbrechen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück zum Start-oder Zielpunkt fahren, wo unsere Autos standen. Ja, wir hatten von den Erlebnissen der 2. Etappe  im Frühjahr gelernt, dass man sich nie hundertprozentig auf die Ruftaxis des Johanneswegs verlassen kann. Irgendwas kommt ja immer dazwischen, und bei Sauwetter wollten wir garantiert nicht irgendwo in der Pampa stehen und klatschnass werden. So stellten wir daher ein Auto am Ziel ab und fuhren mit dem zweiten Auto zum Start. Rucksack geschultert und schon verließen wir Weitersfelden in östlicher Richtung.

Nach einiger Zeit erreichten wir den kleinen Ort Nadelbach mit seiner schönen Kapelle. Zügig marschierten wir weiter durch die Wälder und Felder des Mühlviertels. Gerade auf dieser schönen Strecke fing es auf einmal zu regnen an. Es war absolut nicht kalt, wir hatten sogar nur unser kurzes Wanderzeug an. Der Regen war aber kein Problem für unsere billigen „jederzeit-mithaben-Ikea-Ponchos“! Drübergezogen und fertig. Wir sahen zwar sehr lustig aus, irgendwie wie Gartenzwerge, aber wir wurden wenigstens nicht nass. Blödelnd und Possen reissend wanderten wir so weiter – bis wir kurz danach auf den Biohof Thauerböck in der Gegend vom Kammererberg, trafen. Der hatte vorm Hof und seinem Shop einen witzigen strohgedeckten Pavillon, wo man die Bio-Edelbrände und Liköre kosten konnte. Einfach Geld reinschmeissen, Stamperl einschenken und verkosten. Aber Leute, bitte ehrlich sein, und wirklich was bezahlen. Ehrlich währt am längsten. Eigentlich wollten wir auch nur was probieren und die Ponchos mal trocknen lassen, aber dann guckten wir doch in den Shop mit den vielen feinen Sachen rein. Als kleine Leckerei kosteten wir Dinkel-Fitnessriegel und bekamen sogar eine Einladung für einen Kaffee. Der Senior erzählte auch, dass er den Johannesweg – alle 84 km – schon in einem Rutsch in 17 Stunden durchgegangen ist.

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Danach ging es in wenigen Minuten hoch bis zur Kapelle am Kammererberg, der mit 980 Höhenmetern die höchste Erhebung am Johannesweg ist. Nach einer Jausenzeit und Fotopause marschierten wir weiter, immer leicht bergab und bergauf Richtung Süden.

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Erst auf diesem Teilstück Richtung Unterweißenbach waren zwei Logpunkte auf der Johannesweg-App mit der GPS-Funktion zu markieren. Thomas hatte damit schon insgesamt 9 der 12 Punkte gespeichert, die Wandernadel konnte damit schon abgeholt werden. Aber am Plan standen auf jeden Fall 12 von 12. Die erste der an diesem Tag besuchten Stationen – die Ursprungkapelle – lag kurz vor Kaltenberg, die restliche Strecke bis zu unserem Ziel war dann nur mehr ein Klacks. Zwischendurch war noch die zweite Stempel-Station bei der Schlüsselkapelle.

Route

Der Regen? Er verließ uns eigentlich entlang der ganzen Strecke nicht. Manchmal marschierten wir mit dem Poncho im leichten Regen, manchmal blinzelte die Sonne schon durch. Es war aber angenehm warm und eigentlich ein schönes Wanderwetter. Am Ziel in Unterweißenbach angelangt, waren die Wolken aber schon fast ganz weg und die Sonne brannte herunter. Wir sind wohl etwas zu früh gestartet 🙂

Jetzt bleibt uns nur mehr die 4. Etappe, die wir wohl noch im Sommer abhaken werden.

Wasserlochklamm Palfau

Tja, manche fahren zum Grand Canyon, wir fahren in die Wasserlochklamm bei Palfau.

Natürlich ist da größenmäßig ein gewaltiger Unterschied, aber nichtsdestotrotz ist auch diese Klamm mit ihren schmalen Canyons ein wunderschönes Naturschauspiel an der Hochkar-Südseite! Aber eben in unserem schönen Österreich – in diesem Fall in der grünen Steiermark.

Schon einmal als Ziel auserkoren, aber an Parkplatzmangel und Überfüllung gescheitert, wollten wir es noch einmal wagen. Rund 80 Minuten Fahrzeit über Göstling brachten uns am 22. Juli zum Einstiegspunkt in die Klamm bei der Wasserlochschenke. Dieses Mal hatten wir Glück.

Schnell die Tickets im Shop beim Eingang gekauft (für 5,50 Euro) und den spektakulären Einstieg in die Wasserlochklamm-Wanderung geschafft: die Überwindung einer 65 m langen und 21 m hohen Hängebrücke über die Salza! Aber kein Problem, die schaukelt kaum. Versprochen. Echt jetzt. Drunten tummelten sich schon die ersten Kanuten und Raftingfahrer auf dem längsten unverbauten Fluss Mitteleuropas (55 km!), einem Paradies für Wassersportler. Wir schnauften auf der Brücke noch einmal durch, bewunderten das teilweise smaragdgrün glitzernde Wasser unter uns – und marschierten los. Nach der Brücke erwartete uns noch eine Durchgangssperre, die uns mit den zuvor gekauften Tickets durchließ. Zuerst ging es noch ein Stückchen parallel zur Salza, danach leicht serpentinenartig hoch in den Wald, bis wir die erste kleine Holzbrücke und den richtigen Weg bergauf in die Klamm erreichten.

1985 wurde der Bau einer begehbaren Steiganlage beschlossen, um die Klamm zugänglich zu machen. 7 Jahre wurde daran gebaut, 1994 dann eröffnet. Seitdem haben Wanderer Zugang zu diesem Naturschauspiel. So wandertend auch wir etliche Holzbrücken und –stiegen hoch in die Wasserlochklamm. Wir kramten unsere Kameras aus den Rucksäcken und ließen uns von den zig Wanderern nicht beirren und vom Knipsen abhalten. Nach insgesamt einer halben Stunde erreichten wir schon den ersten Wasserfall mit 22 m Höhe.

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Dann ging es Schlag auf Schlag, ein schönerer oder  höherer Wasserfall folgte dem nächsten. Und immer ging es über steile Holztreppen bergauf. Überall hat man eine tolle Aussicht auf das Wasser. Zwischendurch gab es für müde Wanderer etliche Rastplätze mit kleinen Bankerln. Besonders beeindruckte uns der 4. Wasserfall mit seinen 39 m Höhe. Schon beeindruckend, welche Kraft die Natur haben kann.

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Ein paar weitere Stiegen, vorbei am Ohrwaschlbaum, brachten uns schließlich zum 5. und letzten Wasserfall (37 m), zu dem man ganz nah hin kann. Insgesamt haben die 5 Wasserfälle eine Höhe von 152 m. Wir schossen auch an diesem Platz jede Menge Fotos .. und mussten auch wieder für andere Wanderer und Touristen als Knipser herhalten.

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Die Luft war dort sehr erfrischend und wir kühlten uns wieder ein wenig ab. Nach dieser kurzen Verschnaufpause führte uns der Weg weiterhin steil und stetig bergauf, bis wir eine kleine Holzhütte erreichten. Gleich dahinter und tief drunten ist das eigentliche „Wasserloch“ zu finden. Es ist eine Riesenkarstquelle, aus der in Abständen, je nach Witterung und Jahreszeit, Wasser herausschießt. Mit bis zu 5 Kubikmetern pro Sekunde! Und innerhalb von 15 Minuten kann die Wassermenge dort um ein Viertel steigen. So mancher wartete dort schon stundenlang auf diese Schüttung.

Die letzte steile Treppe gleich daneben überwanden wir dann auch noch. Auf der Aussichtsplattform sieht man dann auch sehr schön hinunter in das Wasserloch und die Umgebung.

Bis zu diesem Platz waren rund 325 Höhenmeter zu überwinden. Zeitaufwand: normal rund eineinhalb Stunden. Mit Fotopausen logischerweise länger. Die Höhle da tief unten wurde erst 2004 von Tauchern bis zu ihrem tiefsten Punkt auf 71 m betaucht. Mit Schautafeln wird über diese schwierigen Tauchgänge berichtet. Allein schon der Aufwand, die Taucherausrüstungen und all das notwendige Zubehör und Sicherheitsmaterial da hoch zu schaffen, war enorm. Zum besseren Verständnis:  an die 4 Tonnen Ausrüstung gesamt, davon wurden 2.200 Kilogramm auf dem Rücken der ExpeditionsteilnehmerInnen in 216 Aufstiegen nach oben gebracht. Der Rest konnte mit einem Helikopter durch Heeresspezialisten mit einer Außenlast nach oben geschafft werden, auf eine Landefläche am Berghang von einer Größe von nur  4 x 1,5 m!

Nach einer kurzen Trinkpause und dem interessierten Studieren dieser Infos in der Hütte machten wir uns wieder auf den Rückweg. Es war natürlich der gleiche Weg, wenn auch mit anderen Perspektiven. Schneller ging es natürlich, allerdings zitterten die Knie dann schon sehr oft bei den steilen Stiegen und Treppen nach unten. Als kleine Belohnung kehrten wir in der Wasserlochschenke ein und gönnten uns einen leckeren und knusprigen Ofenkartoffel!

Der neue Ybbstalradweg

Nach ein paar Wanderungen stand als Abwechslung wieder eine Radtour auf unserem Plan. Schon seit einiger Zeit redeten wir über den neuen Ybbstalradweg. Eine längere Tour mit unseren neuen Crossbikes hatten wir schon entlang der Donau erledigt, nun wollten wir endgültig in das Herz des Mostviertels strampeln.

Der Ybbstalradweg startet an und für sich in Ybbs/Donau und führt über 107 Kilometer lang bis nach Lunz am See!

In Waidhofen/Ybbs jedoch beginnt das neu angelegte und 2017 eröffnete Kernstück, welches das Herz eines jeden Radlers in der Region sicherlich höher schlagen lässt. Dieser Teil ist rund 55 km lang und führt hier größtenteils auf der alten Bahntrasse der Ybbstalbahn entlang. Im Volksmund wurde diese früher „Schafkäs-Express“ genannt, und Blumen pflücken während der Fahrt war strengstens verboten.

Wir wollten bei unserer Tour daher nur diese besondere Strecke ausprobieren, die Gegend von Ybbs bis Waidhofen/Ybbs kannten wir eh schon sehr gut von Ausflügen und Wanderungen. Das bot uns nicht viel Neues.

Auto in Waidhofen/Ybbs abgestellt, Fahrräder runter vom Träger und los gings auf dem Ybbstalradweg. Die Streckenführung – besonders die auf der alten Bahntrasse – hielt uns fern vom Autoverkehr, aber immer in der Nähe der Ybbs.

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Toll ausgebaut, an gefährlicheren Stellen mit modernen Versicherungen versehen, etliche Rastplätze mit modernen Holzsitzen und –liegen. Zu Beginn gab es ein paar kleine „Schupferl“ zu überwinden, die Thomas schon wieder als Bergwertung bezeichnete. Für Sabine und alle anderen Radfahrer waren die wohl kaum erwähnenswert. Die Strecke ist sonst ohne merkbare Steigungen und führte uns durch romantische Schluchten, vorbei an Badeplätzen mit dem kristallklarem Wasser der Ybbs, über Brücken und sogar durch einen Tunnel. Die Fahrt durch die Bergwelt der Eisenwurzen war einfach nur traumhaft. Vorbei an Opponitz und dem Naturdenkmal Ofenloch strampelten wir gemütlich bis nach Hollenstein.

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Eigentlich wollten wir manchmal schon zwischendurch am liebsten mal absteigen und in der Ybbs baden, aber uns Ziel – an diesem Tag eben Hollenstein mit seinem weithin bekannten Strandbad – lockte uns immer weiter.

Die rund 25 Kilometer bis zum geplanten Tagesziel vergingen wie im Flug, wir genossen jede Minute. Im Strandbad erfrischten wir uns zunächst mit einem kühlen Getränk – und wollten vor der Retourfahrt noch rasten und ins Wasser. Aber uns taugte das Radeln an diesem Tag, so fuhren wir kurzerhand noch ein Stück weiter bis nach St.Georgen/Reith. Erst dort drehten wir um und fuhren zum Strandbad zurück. Somit hatten wir eine extra 20 km-Schleife gedreht. Die Abkühlung im klaren Wasser der Ybbs war danach umso schöner. Wir blieben noch einige Zeit im Strandbad und starten die Fahrt zurück erst nach einem kurzen Wolkenbruch, der etliche Besucher aus dem Bad vertrieb.

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Aber auch die Rückfahrt war der Hammer – nicht nur, weil es mit dem Flussverlauf fast unmerklich bergab ging, sondern auch, weil die Sonne zwischendurch wieder hervorblinzelte und wir dem Regen entkamen. Ruckzuck waren wir wieder zurück in Waidhofen/Ybbs.

Rund 70 Kilometer betrug unsere gesamte Fahrstrecke, die aber äußerst leicht zurückzulegen waren. Die Schönheit der Gegend und die tolle Strecke lenkten zusätzlich von der Strampelei ab.

Wer bis Lunz fährt, kann auch dort im See baden. Das Wasser ist sehr … ähm .. erfrischend. Oder man geht Tretboot- oder Elektroboot-Fahren. Man muss auch nicht die ganze Strecke zurückstrampeln, sondern es gibt auch Transportmöglichkeiten retour (Radtramper-Bus, zu bestimmten Zeiten in den Ferien an SA, SO und Feiertagen, zwischen Lunz und Waidhofen/Ybbs! Aber Achtung, angeblich können e-Bikes da nicht mitgenommen werden. Bitte unbedingt im Internet nachschauen und schlaumachen)

Fanatische Radfahrer können auch ab Lunz die Ötscherland-Radroute wählen und über das Erlauftal wieder Richtung Donau fahren.

Klare Freizeit-Empfehlung von uns!

Mödlinger Hütte

Der 4. Juli … ein magisches Datum für uns! Unser Kennenlern-Tag, unser Jahrestag! Drei Jahre halten wir es nun schon zusammen aus, gemeinsam sind wir stark. Und auch für diesen Tag haben wir uns extra frei genommen, um gemeinsam Zeit zu geniessen und die Sorgen des Alltags zu vergessen.

Natürlich trieb es uns auf die Berge. Das Gesäuse war unser Ziel!

Gleich nach der Ortstafel von Johnsbach befindet sich auf der rechten Seite ein Parkplatz beim GH Donner (753 m) Vom diesem Parkplatz weg führt der 4,6 Kilometer langer Wanderweg Nr. 608 zur Mödlingerhütte auf 1523 m, die Gehzeit von Johnsbach im Gesäuse zur Mödlingerhütte beträgt zwischen 1,5 bis 2,5 Stunden.

Vom Parkplatz weg wanderten wir über einen angenehmen Weg, vorbei an einem kleinem Wasserfall und entlang des Baches, stetig bergauf durch den Wald.

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Der Wanderweg war manchmal steil, einige Male sehr steinig und öfters rinnt hier sicher das Wasser entlang des Wanderwegs hinunter. Normale Turnschuhe sind hier wohl zu wenig und fürs Bergabgehen sollte man schon richtige Wanderschuhe oder Trekkingschuhe mit entsprechendem Profil haben. Sonst kann man sicher ganz schön ausrutschen und sich einen massiven Schotterausschlag holen. Bis auf eine Höhe von ca. 1300 Höhenmeter hat man keine besonderen Aussichtspunkte, da der Wanderweg oftmals  im dichten Wald verläuft. Erst danach bot sich uns sich an einigen Stellen hie und da ein schöner Ausblick ins Johnsbachtal und die Bergwelt. Wir entdeckten dort – etwa im letzten Drittel der Strecke – noch ein nettes Plätzchen mit einem Margeriten-Meer, wo wir einen Fotostopp nicht vermeiden konnten. Nicht weit davon fanden wir auch noch Zeit für Tratscherl mit 2 älteren Damen, die sich auf einem Weitwanderweg befanden. Wir bewunderten die beiden Wanderinnen für ihre Energie in ihrem Alter. Angeblich trafen sie sich nur jedes Jahr einmal beim Wandern auf diversen Weitwanderwegen. Hut ab! Sie spassten dann noch und meinten, sie marschieren jetzt weiter, warten dann auf uns auf der Hütte und schreiben uns eine Karte. Wir haben sie allerdings auf dem weiteren Weg bergauf aber wieder hinter uns gelassen, sie marschierten ja sehr gemütlich.

Nach rund 1 1/2 stündiger Wanderung erreichten wir eine Forststraße, die uns die letzten Höhenmeter zur Mödlinger Hütte führte.

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Auf der hat man dann eine bessere Aussicht auf die umliegende Bergwelt im Nationalpark Gesäuse, die wir gierig in uns aufsogen. Vor dem Essen stiebitzten wir den älterern Damen allerdings ihre Idee mit der Ansichtskarte. Wir waren ja lang vor ihnen am Ziel – so kauften wir eine Karte, zeichneten ein Bergmotiv als Postmarke und schrieben ihnen ein paar nette Zeilen. Der neue Hüttenwirt wurde danach in die Pflicht genommen, diese Karte dann den Damen „zuzustellen“. Er machte selbstverständlich bei der Gaudi mit. Etwas verschwitzt, durstig und hungrig, machten wir uns dann aber endlich über unsere Radler, über die leckeren Kasspotz´n und das Hüttengröstl her. Danach hatten wir absolut keinen Platz mehr für die weithin berühmten Mehlspeisen. No way .. sonst wären wir geplatzt.

Die Mödlingerhütte wurde 1914 feierlich eröffnet und die ersten Bergsteiger konnten begrüßt werden. Nach den Wirren der Weltkriege wurde das Haus erweitert und ausgebaut, wobei Erhaltungsarbeiten natürlich laufend gemacht werden . Der Standort der Mödlingerhütte ist an Rundumsicht wirklich kaum zu überbieten. Seit heuer gibt es auch einen neuen Pächter.

Von dort aus kann man mehrere weitere Ziele ansteuern, unter anderem den Übergang zur Oberst-Klinke-Hütte (rund 2 Stunden Wanderzeit). Uns führte der Weg noch weiter bis zum kleinen Treffnersee und dann hoch zum Heldenkreuz.

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Die Aussicht dort überbot die bisherigen Aussichten noch bei weitem. Bis dahin brauchten wir noch eine Dreiviertelstunde – und der Weg zahlt sich wirklich aus. Dann wurde es aber Zeit für den Rückweg. Zügig marschierten wir dann auf dem gleichen Weg wieder zurück, vorbei an der Mödlingerhütte runter bis Johnsbach. Allerdings nicht ohne einen Zwischenstopp bei einem kleinen Heidelbeerfeld zu machen.

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Voll mit neuen Eindrücken aus dem Gesäuse kamen wir nach 80 Minuten Fahrzeit wieder nach Hause. Ein wundervoller gemeinsamer Tag!

 

Motorradtour Neukirchen

Ein kleiner Tourenbericht von Thomas

Schon zu Beginn der Motorradsaison 2017 fragte mein Kollege Gerald aus Waidhofen/Y bei jeder Gelegenheit wegen gemeinsamen Ausfahrten bei mir an. Wir sind die Jahre zuvor immer schon ein oder zwei Tagestouren miteinander gefahren, aber für dieses Jahr planten wir zur Abwechslung mal eine mehrtägige Ausfahrt. Zwei Kollegen aus zwei unterschiedlichen Geschäftsstellen – Mann, war das schwierig, hier einen passenden Termin zu finden! Bei dem noch dazu das Wetter passen sollte.

Bei einer Ausfahrt an einem Freitag-Nachmittag (Rundtour Wald- und Mühlviertel) machten wir schließlich Nägel mit Köpfen und planten den 23. – 25. Juni 2017 als Fixtermin für unsere Tour. Bei einem extremen Schlechtwetter könnten wir immer noch verschieben, meinten wir.  Als Ziel legten wir kurzfristig Neukirchen am Großvenediger fest, weil hier ein Hotel innerhalb von Minuten auf unsere Anfrage reagierte und ein tolles Angebot für 2 Nächte lieferte. Das Wetter wurde kurz vorher als sommerlich heiß angekündigt. Die Erlaubnis unserer „Frauen“ hatten wir auch in der Tasche. Also, was konnte schon schiefgehen.

Erster Tag

Am 23. Juni startete ich daher frühmorgens um 6.30 Uhr Richtung Waidhofen, um meinen Kollegen abzuholen.

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Meine Mieze Nanni wollte mich aber nicht fahren lassen 🙂

Geralds Maschine war fix und fertig bepackt, es gab noch einen kleinen Kaffee als Muntermacher und als Starthilfe – und los ging unsere gemeinsame Ausfahrt.

Über Altenmarkt nach Admont, unserer Hausstrecke, von dort über die Kaiserau Richtung Rottenmann. Die kurvige Straße war schon eine kleine Rutschpartie. Hey, sollte das Wetter nicht warm und trocken sein? An diesem Morgen leider keine Spur davon! Eigentlich nieselte es die ganze Zeit, die Fahrspur war glitschig – und gerade auf der Kaiserau mit dem vielen Rollsplitt war es ein wenig ungut zu fahren. Erst in Trieben und auf den Hohen Tauern kam die Sonne raus, die Fahrt war hier dann ein Genuss. Über Murau und Predlitz ging es schließlich über die Turracher Höhe, vorbei an Bad Kleinkirchheim, dann entlang des Millstättersees. In Seeboden legten wir in einem netten Café, welches ich von Bike-Touren mit meinem Neffen Roland schon kannte, eine längere Pause ein.

Das nächste Fahrtziel war Lienz. Wir kämpften uns dort bei der steigenden Hitze – jetzt stimmte die Wettervorhersage schon 100%ig – durch den dichten Stadtverkehr. Schwitzend schafften wir es dann raus und düsten los Richtung Felbertauern. Unsere bevorzugtere Route über den Großglockner, via Heiligenblut, war an diesem Tag leider wegen einer sportlichen Veranstaltung längere Zeiten gesperrt. Dafür fuhren wir das erste Mal mit den Bikes auf dieser Straße – also war es ok für uns.

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Für den Felbertauerntunnel muss man aber auch  Maut zahlen, daher löhnten wir extra die 10 Euro für dieses Teilstück. Nach kurzer Fahrzeit erreichten wir schließlich unser Tagesziel Neukirchen am Großvenediger und unser Hotel, das Landhaus Rohregger.

Das Quartier war echt toll, die Begrüßung durch die Chefleute Julia und Tom sehr herzlich. Julia schupfte an diesem Abend den Empfang und das Service, und Tom stand als Biker natürlich als Ansprechpartner zur Verfügung, es ist ja auch ein MOHO – ein Motorradhotel. Nach einem leckeren Abendessen quatschten wir schließlich mit beiden über die geplanten Fahrtstrecken, erhielten viele Tipps und hörten zahlreiche Geschichten von der Vorwoche. In Neukirchen fand da nämlich die legendäre Motorrad-Veranstaltung „Club of Newchurch“ statt, ein Treffen vieler Motorradfahrer, mit toller Musik, lustigen Wettrennen und zahlreichen Ausstellern. Die zehn Jahre zuvor hieß das Treffen noch Triumph Tridays mit Schwerpunkt Triumph-Motorräder. Da die Marke Triumph eben aus England kommt, wurde aus Neukirchen in dieser Zeit eben immer Newchurch. Es ist und bleibt aber auch nach der Umbenennung und der Öffnung für andere Motorradmarken eine Kultveranstaltung, die Neukirchen zahlreiche Besucher aus aller Herren Länder bringt, wo alle mitmachen und Spaß haben.

Wir geben es zu .. wir wollen das nächste Jahr auch dabei sein. Ihr auch? Dann im Kalender vormerken: 17.6. – 24.6.2018!

Zweiter Tag

Habe ich schon erwähnt, dass wir vom Hotel eine „Sommercard“  bekommen haben? Damit erhielten wir eine freie Fahrt beim Gerlospass und beim Großglockner – den wir uns für die Heimfahrt aufheben wollten (Freitag und Samstag war er ja größtenteils gesperrt). Cool, oder?

So führte unsere Tagestour vorbei an den berühmten Krimmler Wasserfällen –  über den erwähnten Gerlospass – bis ins Zillertal, über Jenbach bis rauf zum Achensee. Eine schöne Strecke, sage ich euch.

Tirols größter See, ca. 133 m tief und 390 Quadratkilometer groß, liegt mit seinen 5 sehr bekannten Ferienorten (Achenkirch, Maurach, Pertisau, Wiesing und Steinberg) zwischen der wunderschönen Berglandschaft des Karwendel- und Rofangebirges. Ein toller Anblick, wie immer! Ich war ja erst 3 Wochen vorher mit meinem Schatz Sabine dort. Und schon cruiste ich wieder entlang des Sees, diesmal eben auf dem Motorrad. Wieder andere Anblicke dieser Gegend – durch den Helm sieht man ja vieles anders.

Kurz danach überquerten wir die Grenze nach Deutschland und kurvten ein wenig bei unseren bayrischen Nachbarn herum. Nach einer Fahrt entlang des Tegernsees war ein weiteres Etappenziel die berühmte Stadt Bad Tölz. Aber der Verkehr wurde immer dichter, es war einfach die Hölle los. Und sauheiß noch dazu, jeder Stopp brachte uns zum Glühen. Die Sonne von oben, der heiße Asphalt, die Hitze des Motors. Wir fuhren lieber weiter, verzichteten auf die obligate Leberkässemmel sowie auf die Suche nach dem Bullen von Tölz und wählten als nächsten Stopp den nicht unweit gelegenen Schliersee.

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Blick auf Bayrischzell vom Gastgarten aus

In einem gemütlichen Lokal mit Gastgarten in Bayrischzell hatten wir dann nach 15 Uhr endlich unser verspätetes Mittagessen: Weißwürste mit Brez´n. Ok, manche sagen jetzt, für Weißwürste ist es um diese Zeit schon zu spät. Egal, sie haben uns geschmeckt.

Weiter führte die Tour über die Tirolerstraße – eine traumhafte Route – bis nach Kufstein. Es waren kaum Fahrzeuge unterwegs, wir konnten das Kurvenfahren so richtig genießen. Als Route nach Kitzbühel suchten wir uns das Brixental aus, und die Pass Thurn-Straße nach Mittersill. Es war dann schon ziemlich spät – und erneut hatten wir Riesenhunger. In Mittersill im Gasthof Post reichte es dann noch für einen schmackhaften Riesen-Chiliburger, bis die Kellnerin uns vor einem bevorstehenden Gewitter warnte. Sogleich machten wir uns auf die Socken, um die restliche Strecke zu unserem Hotel in Neukirchen zurückzulegen. Immer mehr Gewitterwolken zogen auf, es donnerte und blitzte schon gewaltig. Schnell die Bikes in die Garage verfrachtet, beim Reingehen ins Hotel wurden wir schon pitschnass. So schnell geht’s. Aber gerade noch Glück gehabt.

Dritter Tag

Was soll ich sagen? Über den Großglockner heim? Denkste! Es regnete. Und das unablässig.

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Nur die Kühe hatten frühmorgens Spaß im Regen

Gerald war noch nie am Glockner (!), wollte unbedingt da rauf fahren, auch bei Regen. Aber das wäre sinnlos gewesen, außer Regen hätte man absolut nichts sehen können. Auch gutes Zureden schien nicht zu helfen, er wollte es sich nicht ausreden lassen. Aber auch der Hotelchef riet natürlich eindeutig davon ab. Erst danach gab Gerald irgendwie verzweifelt auf. Zudem zog dann noch dessen Argument „dann müsst Ihr halt nochmals zu uns kommen!“ Aber er hoffte trotzdem, dass der Regen unterwegs beim Fahren nachlässt.

Also rein ins Regengewand und losgefahren. Aber es kam noch schlimmer. Aus dem Dauerregen wurden teilweise richtige Regengüsse, die mitunter das Fahren sehr erschwerten. Da waren die ständigen Behinderungen und rücksichtslose Fahrweisen der Autofahrer noch harmlos. Zumindest hatten wir durch den Regen keine Insekten mehr auf den Helmvisieren kleben.

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Tankstopp in Altenmarkt/Pongau – alles schwimmt

So ging es auf der normalen Strecke wieder heim. Über St.Johann im Pongau, Altenmarkt, Schladming, Liezen, bis in die Heimat. Trotz des Regens war es eine lustige und spannende Heimfahrt. Besonders freuten wir uns dann riesig auf das Putzen am nächsten Tag, es war ja alles so richtig eingesaut (Hand hoch, wer´s glaubt!)

Hier ist übrigens eine grobe Übersicht über die Gesamt-Tour

Tour (1)

Landhaus Rohregger danke, Julia & Tom, für den schönen Aufenthalt und die herzliche Aufnahme

Club of Newchurch – das legendäre Motorradtreffen

Mondsee-Umrundung mit dem Fahrrad

Im Frühjahr haben wir uns neue Fahrräder gekauft – 2 Crossbikes von KTM, mit Scheibenbremsen und anderem Schnickschnack. Wir hatten ja vor, im August – in unserem Haupturlaub – eine Woche mit einer Radtour rund um den Bodensee zu verbringen.

Sabine ist ja eine passionierte Radfahrerin, Thomas – nun ja – eher weniger! Daher war es umso wichtiger, vor diesem sportlichen Sommerereignis noch ein wenig zu trainieren. Ein paar Strecken sind wir schon gefahren, die Mondsee-Umrundung war auch noch abzuhaken.

Am 15. Juni passte das Wetter perfekt. Die Räder auf den neuen Radträger von Sabine gepackt und schon fuhren wir los Richtung Mondsee. Am Parkplatz beim Seebad schnallten wir unsere Gefährte wieder ab und starteten zur Erkundung eines der schönsten Seen im Salzkammergut. Da ist es schon wieder, dieses Wort. Salzkammergut! Viele Leute sagen, dass diese Gegend berühmt für seine Kraftplätze ist. Vielleicht ist es ja auch der Grund, warum es uns immer wieder dorthin zieht. Keine Ahnung!

Unser Weg führte uns zunächst auf der Ostseite des Sees entlang, teilweise direkt neben dem See Richtung Geißberg. Es ging eigentlich immer schön flach dahin, nur geringfügige Steigungen waren zu überwinden – wie eben das kurze Stück bei der Umfahrung des Geißbergs. Es gibt nur einen, der beim Bergfahren stänkert: Thomas. Aber man muss halt auch mal ein Stückchen bergan fahren. Also in die Pedale treten und schnaufen, es geht halt nicht anders.

Vorbei an Seehof radelten wir weiter direkt neben dem Wasser, immer mit tollen Ausblicken auf die gegenüberliegende Seite des Mondsees. Beim Gasthof „See“ machten wir schließlich unsere Mittagspauses bei einem sehr schmackhaften Essen. Echt lecker und sehr zu empfehlen. Besonders der Gastgarten kann schon was. Bei dieser schmalen Stelle des Sees erreichten wir eigentlich schon die „andere“ Seite. Über Scharfling und Gries führte uns der Radweg vorbei an der Drachenwand, auch durch kühle Tunnels und ein Stückchen entlang der Fuschler Ache, bis in die Nähe von Schwarzindien. Dort kreuzten wir wieder die Hauptstraße und bewunderten wirklich schöne Privathäuser und Villen. Nach rund eineinhalb gemütlichen Stunden Fahrzeit erreichten wir wieder Mondsee.

Mondsee

Da der Tag noch längst nicht vorbei war, entschlossen wir uns für eine spontane Abkühlung im See. Das Alpenseebad Mondsee bot sich geradezu an. Es ist eines der größten Badeanlagen des Salzkammergutes – und was sollen wir sagen? Wir hatten eine schöne Zeit! Abkühlung, in der Sonne liegen, ein Eis geniessen, die Bergkulisse bewundern. Was gibt es Besseres nach einer kleinen Radtour (übrigens: es sind nur rund 25 Kilometer)? Eben!

 

Hall/Tirol & Achensee

Vor unserem richtigen Urlaub im Sommer wollten wir noch ein aktives Wochenende als „Zwischen-Entspannung“ einschieben. Hall in Tirol wollten wir uns schon seit geraumer Zeit mal ansehen, ein Gutschein für einen Hotelaufenthalt (1 Nacht plus Frühstück) war auch schon da – also kurzfristig eine Nacht in Innsbruck gebucht, um uns diese schöne alte Stadt mal in Ruhe anschauen zu können. Aber irgendwie dachten wir, dass es für eine 1 Nacht doch eine weite Fahrstrecke ist. Da gab es ja noch was? Ja, zum Achensee wollten wir auch mal wieder hin! Bei unserem ersten gemeinsamen Urlaub vor rund 3 Jahren war der Abschluss unseres Gardasee-Urlaubs nämlich in Pertisau – allerdings hat es uns diesen Kurzaufenthalt damals völlig verregnet. Also starteten wir noch einen Versuch. Unser „altes“ Hotel dort war leider total belegt, daher mal booking.com ausprobiert. Und das ging echt flott, Leute! Innerhalb kürzester Zeit gab es eine Rückmeldung und eine weitere Nacht im Tirolerischen war gesichert.

Am Freitag, den 2. Juni, starteten wir frühmorgens. Über die Autobahn zunächst bis Salzburg, dann über das kleine Deutsche Eck und Wörgl nach Innsbruck. Das gebuchte Hotel, das Alphotel Innsbruck, war rasch gefunden, wir konnten auch gleich früher einchecken. So hatten wir viel mehr Zeit für unsere Besichtigungstour in Hall in Tirol.

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Hall ist wirklich eine der schönsten Städte in Tirol und ist sehr mittelalterlich geprägt. Angeblich ist die Altstadt sogar wesentlich größer als die von Innsbruck. Von der Zeit her, die wir in den engen Gassen herumgelaufen sind, können wir das nur bestätigen. Teilweise gibt es aber coole neuere Bauten – wie z.B. die Universität UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik).

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Hall wurde ja im Mittelalter durch die Salzgewinnung eine sehr bedeutende Stadt. Sehr günstig noch dazu am Inn gelegen. Auch die fürstliche Münzstätte trug sicherlich dazu bei, dass die Wirtschaft ganz schön florierte.

Und so kam es wie es kommen musste: wir marschierten stundenlang bei schönem Wetter durch die liebevoll renovierte Haller Altstadt, nur unterbrochen von einer Kaffeepause, um einen plötzlich einsetzenden Regenguss abzuwarten. Ziel war schließlich eines der Wahrzeichen von Hall, der Münzerturm aus dem 14./15. Jahrhundert, und die Burg Hasegg, wo sich das Münzmuseum mit der weltweit einzigartigen Walzenprägemaschine befindet.

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Nach einem langen Nachmittag in Hall fuhren wir zum Hotel zurück, um uns ein wenig frisch zu machen. Der Tag war ja noch nicht zu Ende. Mit dem Bus ging es dann noch in das Zentrum von Innsbruck. Eine kleine Abendrunde in der Altstadt mit dem Goldenen Dachl war angesagt. Aber dort war echt die Hölle los. Wir waren gerade rechtzeitig zu einer tollen Sportveranstaltung gekommen, genau vor dieser bekannten Sehenswürdigkeit! Hoch- und WeitspringerInnen nahmen an einem Wettkampf auf einer eigens in der Fußgängerzone aufgebauten Sprunganlage inmitten einer riesigen Menschenmenge teil. Was für eine Stimmung! Wir kämpften uns mit den Kameras bis direkt an die Anlage heran und erwischten einige Sportler direkt in der Sprungphase.

Erst danach verspürten wir einen Riesenhunger und langten in der Innenstadt noch kräftig bei einem leckeren Riesen-Burger zu. Am späten Abend fuhren wir mit der Bim zum Hotel zurück.

Am nächsten Tag ging es nach einem gemütlichen Frühstück direkt nach Pertisau zum Achensee. Während wir bei strahlendem Sonnenschein aus Innsbruck weg Richtung Osten fuhren, staute sich alles auf der anderen Seite der Autobahn Richtung Innsbruck. Laut Verkehrsfunk betrug die Staulänge rund 40 km. Was hatten wir wieder für ein Glück, dass unsere Anreise am Vortag nach Innsbruck so rasch und ohne Hindernisse verlief!

Nach nicht einmal 40 Minuten standen wir schon in Pertisau vor dem gebuchten Hotel Alpenrose. Auch hier hatten wir einen Glücksgriff gemacht. Das reservierte Zimmer stand uns auch hier schon zur Verfügung, der Check-in verlief dank der super-freundlichen Rezeptionistin ruckzuck. Und schon waren wir in unserer Wanderkluft und auf dem Weg zur unweit gelegenen Talstation der Karwendelbahn.

11.50 Euro kostete uns die Bergfahrt in der irgendwie lustigen 5-Kombi-Gondelbahn, die Kosten für den Parkplatz wurden uns beim Kauf der Tickets rückerstattet. Die Fahrt rauf zur Bergstation auf dem Zwölferkopf auf knappe 1.500 m verlief sehr rasch, von dort starteten wir direkt unsere Wanderung auf den Bärenkopf. In rund 15 Minuten erreichten wir die zunächst noch tiefer gelegene Bärenbadalm, die auf einem Sattel zwischen Zwölferkopf und Bärenkopf liegt. Eine Pause haben wir dort natürlich noch nicht gemacht, die wollten wir an diesem Ort beim Runterwandern einlegen. Von der Alm ging es dann gleich steil bergauf, auf schmalen Steigen und Pfaden, teilweise durch den Wald. Trittsicherheit ist schon erforderlich, an manchen Stellen ist es auch ziemlich steinig und schottrig. Insgesamt gesehen fanden wir den Wanderweg da rauf aber sehr abwechslungsreich, er bot uns schon beeindruckende Panoramen. Beim letzten Teilstück war noch eine Felsstufe mit Seilversicherung zu überwinden, die war aber problemlos. Dann noch ein rutschiges, steiniges und steiles Stück bergauf, durch ein kleines Almgelände und eine Latschenzone – und dann war schon der Gipfel des Bärenkopfs auf 1.991 m erreicht.

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Der Bärenkopf-Gipfel bot uns eine spektakuläre Aussicht auf den Achensee, das Rofan und die Karwendelberge. Ganz unten konnten wir auf Pertisau und Maurach blicken, ganz hinten erhaschten wir einen Blick auf Achenkirch.

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Nach rund einer halben Stunde beim Gipfelkreuz machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Hier kehrten wir dann auf der Bärenbadalm ein, danach führte uns ein anderer Wanderweg – teilweise eine Mountainbike-Strecke – ganz runter bis zur Talstation in Pertisau.

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel spazierten wir dann am Abend noch entlang des Sees und genossen in einem Lokal mit Seeblick ein gemütliches Abendessen.

Für Sonntag wäre dann noch eine Stippvisite bei unseren bayrischen Nachbarn am Tegernsee bzw. ein Ausflug nach Hinterriß/Eng geplant gewesen. Aber es schüttete frühmorgens schon wie aus Eimern. Selbst das lange und geduldige Warten beim leckeren Frühstücksbuffet brachte keine Änderung – Petrus ließ sich wohl nicht erweichen, er sorgte für intensiven Dauerregen. Bei der Heimfahrt überlegten wir einen Besuch im Tierpark Hellbrunn: ins Wasser gefallen! Nur in Bad Ischl hatten wir schließlich etwas Glück: zumindest einen Teil unseres Spaziergangs waren wir im Trockenen. Während Kaffee und Kuchen beim Zauner fing es aber dann auch draussen wieder zu regnen an.

Wir sehen es wie Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, dann regnet es auch!“

Also, was solls! Wir hatten dennoch unseren Spaß – und wieder ein schönes und aktives Wochenende!

Auf die Katrin bei Bad Ischl

Mit der Katrinalm verband uns (Sabine & Thomas) sehr viel: es war die erste gemeinsame Wanderung, kurz nachdem wir uns kennengelernt hatten! Vor knapp drei Jahren fuhren wir mit der Katrinseilbahn rauf und wanderten dort den 7-Seenblick-Rundweg entlang. An diesem schönen Frühlingstag am 27. Mai wollten wir es jedoch zur Abwechslung andersrum machen .. nämlich raufmarschieren und dann den Rundweg in der anderen Richtung erneut gehen.

Und so ging es wieder mal ins Salzkammergut. Die Fahrt nach Bad Ischl war schon wunderschön, wie sollte dann erst die Wanderung werden? Einen Parkplatz findet man gleich neben der Talstation der Seilbahn (aber Achtung: gebührenpflichtig).

Gleich neben der Talstation beginnt der Wanderweg Nr. 895 .. vorbei an der Halle für das Indoor-Klettern ging es für uns schon bald zügig und steiler bergan, teilweise neben der „alten“ Schipiste. Dies ist auch der Weg, den die meisten Wanderer nehmen. Er geht manchmal im Wald drinnen, über schmalere Wege, schon ein wenig fordernder, hinauf. Und so schnauften auch wir mit vielen anderen Wanderern bei schönem Wetter unserem ersten Ziel, der Bergstation der Seilbahn, entgegen. Es war fast eine Massenwanderung an diesem Frühlingstag. Die Sonne brannte bald gnadenlos herunter, die Waldstücke empfanden wir direkt als angenehm. Zwischendurch gab es zum Verschnaufen auch ein paar Tratscherl, dies ist ja schon üblich bei uns. Hardcore-Wanderer und Trailrunner gingen oder liefen einfach nur auf der Skipiste nach oben.

Gut bei der Hälfte der Wegstrecke gibt es eine 2. Möglichkeit, auf die Katrinalm zu gelangen. Der Wanderweg Nr. 897 führt über den Windengraben weniger steil, aber dafür um eine halbe Stunde länger, nach oben. Wir blieben auf dem normalen Weg und schwitzten uns bis zur Bergstation und einer verdienten Pause entgegen.

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Nach knapp über 2 Stunden saßen wir endlich inmitten hunderter Gäste bei einem kühlen Getränk und einem kleinen Mittagessen. Wir hatten den Aufstieg von der Talstation auf rund 470 m bis rauf zur Bergstation auf 1.415 m ganz gut bewältigt. Mit der Seilbahn wären wir in 12 Minuten oben gewesen.

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Nach der Mittagspause machten wir uns auf dem Weg zur 7-Seenblick-Wanderung. Zunächst ging es noch ein wenig bergauf bis zum Katrin-Gipfel auf 1.542 m. Die Aussicht war einfach atemberaubend schön. Auf diesem Rundwanderweg hat man einen tollen Ausblick auf 7 Seen (Wolfgangsee, Fuschlsee, Traunsee, Hallstättersee, Attersee, Nussensee, Schwarzensee) und 3 Salzkammergut-Täler. Weiter ging es noch bis zum Elferkogel auf 1.601 m!

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Nach einem kleinen Energie-Snack marschierten wir zügig in einer weiten Schleife Richtung Hainzen (aber nicht hin) retour zur Katrin-Bergstation, manchmal auch durch richtige Latschen-Gassen. Auch ein seilversichertes Teilstück war zu bewältigen.

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Nach einem kurzen Fotostopp beim „Herz“ fuhren wir kurz vor Betriebsschluss mit der Seilbahn nach unten. In einer total romantischen Gondel, mit Spitzenvorhängen und gestickten Pölsterchen 🙂

Zeitaufwand für den Weg nach oben: auf dem normalen Weg rund 2 Stunden, für den Rundweg ca. eineinhalb Stunden. Sollten Ihr den Hainzen (auf 1.638 m) auf diesem Rundweg noch mitnehmen wollen, müsst ihr noch eine dreiviertel Stunde bis 1 Stunde draufschlagen.

 

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10-Mühlen-Wanderweg Reichenthal

Eigentlich sollten wir nach der anstrengenden Urlaubswoche in „Cinque Terre“ mit all den Besichtigungen und Herumflanieren in den Städten und Dörfern mit den Kopfsteinpflastern hundemüde und ausgelaugt sein. Dennoch entschlossen wir uns als Abschluss unserer kurzen Urlaubswoche für eine kleine Wanderung.

Schon seit einiger Zeit hatten wir den „10-Mühlen-Wanderweg“ in Reichenthal im Visier. Der Startpunkt liegt in der Gemeinde Reichenthal, im nördlichen Oberösterreich, sehr nahe an der Grenze zu Tschechien. Am Marktplatz mit den blumengeschmückten Mühlsteinen ging die Rundwanderung für uns los. Die Strecke ist gute 14 Kilometer lang, Höhenmeter auf-und-ab sind rund 220 zu überwinden.

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Die Wegführung ist sehr gut ausgeschildert und führt über außergewöhnlich schöne Wege entlang von idyllischen Bachläufen, durch romantische Waldstücke und entlang weiter Felder. Teilweise Waldpfade, aber auch geschotterte Wanderwege und schmale Asphaltstraßen kennzeichnen diese Rundwanderung.

Warum heißt der Mühlenwanderweg? Weil er auf dieser Strecke tatäschlich entlang von 10 Mühlen führt. An jeder dieser Mühlen, von denen noch 2 in Betrieb sind, gibt es eine Schautafel mit einer kurzen Erklärung über Besitzer, Geschichte und Art der Mühle.

Die 10 Mühlen sind:

  • Altmühle
  • Graslmühle
  • Süßmühle
  • Holzmühle
  • Lorenzmühle
  • Adammühle
  • Hammermühle
  • Hofmühle
  • Herrenmühle
  • Hausmühle

Ein sehr schönes Stück des Wanderwegs (bis zur Süßmühle) verläuft direkt an der österreichisch-tschechischen Grenze! Das heißt wirklich: direkt daneben! Man steht auf dem Weg und gleich daneben ist der Grenzstein! Wir konnten nicht umhin, uns mit einem Fuß auf der österreichischen Seite, mit dem anderen Fuß auf der tschechischen Seite hinzustellen :-)! Ich denke, jeder Wanderer auf diesem Weg wird das machen! Ist ja auch sehr verlockend.

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Nach der Holzmühle geht es durch ein romantisches Tal bis zur Lorenzmühle, die auch eine Labstation für hungrige Wanderer ist.

Beim letzten Teilstück geht es entlang eines Güterwegs direkt vorbei am Schloss Waldenfels, welches hier einen imposanten Anblick bietet. Die Schlossanlage liegt rund 500 südlich von Reichenthal über dem Tal des Kettenbaches. Es wurde im 13. Jahrhundert errichtet, oft umgebaut und ist seit 1636 (!) im Besitz der Familie Grundemann-Falkenberg. Mehrere Epochen wurden in diesem Schloss vereint. Vom Mittelalter bis zur Renaissance und dem Barock ist anscheinend alles vertreten. In letzter Zeit diente es auch als Veranstaltungsort.

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Mit schon etwas müden Beinen kämpften wir uns noch für ein paar gute Fotos hoch bis zum Haupteingang, aber leider war geschlossen.

Dann ging es über den Schlossteich und einer Stippvisite im „Mühlendorf“ wieder über ie Gemeindestraße zum Ausgangspunkt dieser schönen Wanderung – in Reichenthal.

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Zeitaufwand: rund 4 Stunden solltet Ihr schon einplanen. Für Fotografen natürlich wieder ein wenig länger, es gibt genug Fotomotive entlang dieser Wegstrecke.